Kürzlich sagte ein HR-Leiter zu mir:
«Arbeitszeugnisse lese ich bei Bewerbungen eigentlich nie. Die nützen doch nichts.»
Ein Satz, der zuerst verunsichern kann – gerade, wenn man viel Zeit in ein vollständiges Bewerbungsdossier investiert.
Doch die gute Nachricht ist: Ihre Bewerbung wird heute nicht nur über Arbeitszeugnisse beurteilt. Natürlich bleiben sie ein Teil des Gesamtbildes. Sie zeigen Aufgaben, Verantwortungen und berufliche Stationen. Aber sie erzählen nie die ganze Geschichte.
Was zählt, ist auch Ihre persönliche Einordnung:
Was haben Sie gelernt? Wo sind Sie gewachsen? Welche Stärken bringen Sie heute mit? Und weshalb passt die neue Aufgabe zu Ihnen?
Arbeitszeugnisse schauen zurück. Im Bewerbungsprozess geht es aber vor allem um Ihre Zukunft.
Mein Tipp: Bereiten Sie sich darauf vor, Ihre Erfahrungen klar und authentisch zu erklären – auch dann, wenn ein Zeugnis nicht perfekt formuliert ist. Entscheidend ist nicht nur, was auf Papier steht, sondern wie glaubwürdig Sie Ihre Motivation, Haltung und Entwicklung sichtbar machen.
Kurz gesagt: Arbeitszeugnisse gehören dazu. Überzeugen werden Sie als Mensch.
Am Personalpuls der Zeit, Ihr Pietro Volpe
